Donnerstag, 28. Januar 2010

Tomatensorten: Green Zebra

In den letzten beiden Jahren ist sie - zumindest in unserer Gegend hier - zur wohl bekanntesten sog. "alten" Tomatensorte avanciert: die Green Zebra. Sogar im Supermarkt konnte man sie ab und zu erwerben.

Ihre Popularität verdankt sie neben ihrem witzigen Namen sicherlich auch ihrem für den durchschnittlichen Tomatenesser auffälligen Äußeren: Wie der Name nahe legt, ist die Green Zebra gestreift, besser gesagt, geflammt, und grün.

Unreife Green Zebras

Im unreifen Zustand ist diese Zeichnung grün-hellgrün und im reifen Zustand dann grün-gelb.

Reife Green Zebra

Die Früchte sind rund, manchmal ganz, ganz schwach gerippt. An einer Rispe finden sich durchschnittlich 4 - 6 Tomaten.

Den Geschmack würde ich als frisch-fruchtig-säuerlich beschreiben, sehr würzig, sehr saftig. Am liebsten mag ich die Green Zebra im Salat oder einfach ganz pur.

Green Zebra ist eine Stabtomate. Die Originalsamen habe ich vor einigen Jahren bei Irina Zaccharias bezogen. Seither baue ich diese Sorte alljährlich mit unterschiedlichen Ergebnissen an. Es gibt Jahre, da trägt sie ganz gut, wenn sie auch nie zu den Massenträgern gehört. Genauso gibt es Jahre, in denen sie sehr geizig mit Früchten ist.

Was sie scheinbar gar nicht verträgt, ist hohe Luftfeuchtigkeit. In diesem Fall hält ganz schnell die Braunfäule Einzug und rafft die Zebras dahin.

Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Für mich sind deine persönlichen Erfahrungen mit einer Tomatensorte immer besonders interessant. Denn ich weiß, hier wird nichts beschönigt, du sagst es, wie es eben ist. Und das ist ziemlich hilfreich. Entweder man kommt dann mit einer Sorte klar und sie passt, oder man stellt es dann auch mal hinten an. Aber schön finde ich sie schon!

Lieben Gruss, Brigitte

Iris hat gesagt…

Ich bin bei Deinen Berichten aus dem Gemüsegarten immer besonders begeistert von den prachtvollen Fotos, mit denen Du Deine Ernte hier vorstellst. Man sieht, dass es Dir die Früchte nicht nur kulinarisch angetan haben ;o).
Herzliche Grüße und einen angenehmen Start ins Wochenende,
Iris

Barbara hat gesagt…

Die Green Zebra habe ich letzten Sommer erstmals und ganz zufällig auf einem Markt gesehen und gekauft. Sie fiel mir der speziellen Farbe wegen auf. Ich war dann überrascht wie säuerlich sie im Aroma war. Vielleicht waren sie damals noch nicht optimal reif.
Liebe Wochenendsgrüsse,
Barbara

Hillside Garden hat gesagt…

Hallo, diese Tomate hab ich auch schon gesehen, in einem Garten. Und ich genieße deine Berichte, sehr sogar. Weil sie vom richtigen Leben erzählen, ich kann mich so reinversetzen.

AL

elko hat gesagt…

Hallo Margit!
Diese Sorte durfte ich letztes Jahr auch genießen(vom Schwager ein Pflänzchen erhalten)allerdings war meine Ernte,sehr klein,dann hat die Fäule ihn dahingerafft.

Naturwanderer hat gesagt…

Hallo Margit, wie wohltuend bei dir schon einen Flirt mit dem Sommer zu geniessen, wo doch alle Welt im Schnee versinkt. Ja, ich bin auch immer von der Vielzahl deiner Gemüse, insbesondere der Tomaten angetan. "Grüne Tomaten" hielt ich bislang immer für einen Kinohit, bis ich hier im Bloggerland die wahren grünen Tomaten entdeckte. Sie sollen sogar auch noch gut schmecken?? Super. Hast du schon Tomaten gesät??
Im letzten Jahr hatte ich zum ersten Mal den Versuch gestartet, in diesem Jahr will ich es auch wagen, aber der Schnee hält alles irgendwie zurück. Obwohl wir hier am Kaiserstuhl ja schon verwöhnt sind.
Ein gutes Gemüsejahr wünsche ich dir, komme gerne vorbei Tips zu finden.
Liebe Grüße
von Edith, die bald wieder loswandern wird.

Margit hat gesagt…

Anscheinend kennen die Green Zebra einige von euch tatsächlich schon. Richtig reif und schmackhaft sind sie, wenn die gelben Streifen so richtig dunkelgelb sind.
@ Edith: Nein, ich habe noch keine Tomaten ausgesät. Wäre noch viel zu früh. Sie würden sonst viel zu groß für meine Fensterbänke bis sie im Mai endlich nach draußen dürfen. Oder sie würden vergeilen, wenn sie zuviel Zeit mit zu wenig Licht verbringen müssten. Ich säe meist erst Anfang März.
Liebe Grüße & danke für euere Kommentare, Margit